Endlich ist er da...

Der Sproochschatz

Sproochschatz

Mit den neuen Freunden Rico, Edgar und Lea durch die Basler Innenstadt schlendern und spielerisch die Basler Mundart kennenlernen: Das ist der neue «Sproochschatz». 

Die Basler IG Dialekt setzt sich ein für den Erhalt und die Förderung des Dialekts, insbesondere der Basler Mundart. Dabei geht vor allem darum, dass unseren Kindern der Zugang zur Sprache erleichtert wird, und dass dabei besonders Wert auf Dialekt gelegt wird. Dazu braucht es für Lehrerinnen und Lehrer in Kindergärten, Tagesstätten oder Horten, aber auch für Eltern, Grosseltern und so weiter geeignete Hilfsmittel.

In den letzten drei Jahren ist mit Michael Luisier als Autor und Nicolas d’Aujourd’hui als Gestalter, und zusammen mit dem Christoph Merian Verlag, der „Sproochschatz“ entstanden.

Es ist ein grosses Spiel, das in Basel gespielt, erlebt und weitergeführt werden kann. Neben einem reich illustrierten Buch als Anleitung zum Spiel, mit zahlreichen Geschichten und Liedern (auch als CD), erscheinen die Hauptfiguren als Puppen, Tiere in Holz, ein grosses Kartenspiel, eine Schatzkiste.

Ein vielteiliges Spiel zur Förderung des Dialektes, das nicht nur die Kinder beglücken wird, sondern auch in Kindergärten, Tagesstätten oder Horten hoch willkommen ist und Eltern sowie Grosseltern gleichermassen begeistern wird. Die grosse Vernissage fand im August im Basler Rathaus statt.

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In einem Spiel mit Geschichten und Liedern, Sprüchen und Versen lernt Lea auf einem Spaziergang mit ihrem Grossvater Edgar und dem Papagei Rico nicht nur die Stadt Basel, sondern auch ihren Dialekt neu kennen und erlebt fantastische Abenteuer.

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Christoph Merian Verlag

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Neben dem Buch mit der Lieder-CD gehören auch ein Kartenspiel, die Handpuppe Rico, Puppen von Lea und Edgar und 12 Holztiere dazu. Das Buch Sproochschatz! und die Handpuppe Rico sind seit Ende August im Buchhandel und beim Christoph Merian Verlag erhältlich, die komplette Sproochschatz!-Box im Spielzeugladen und auf www.nix-productions.ch

2019 Vernissage im Grossratsaal im Rathaus Basel.

“Der Dialekt übernimmt viele Funktionen und ist wichtig für die Identität sowie die Integration.”

Felix Rudolf von Rohr, Co-Präsident IG Dialekt

“Der Dialekt ist im Wandel und es geht beim «Sproochschatz» um die Sprache, wie sie heute gesprochen wird.”

Michael Luisier, Autor Sproochschatz

Es seien Wörter wie «Träppe» oder «Butter», die so manch einem Basler oder einer Baslerin Schmerzen in den Ohren bereiten würde, sagte Regierungsrat Conradin Cramer (LDP) anlässlich der Vernissage zum neuen Sprachförderprojekt “Sproochschatz», welches am 28. August im Grossratsaal im Basler Rathaus vorgestellt wurde. Seit über vier Jahren arbeitete der Basler Kulturschaffende und SRF Kulturredaktor Michael Luisier gemeinsam mit dem Illustrator Nicolas d’Aujourd’hui an der Ausarbeitung eines Rundumpakets, um die Kenntnisse der Basler Mundart bei Kindern im Vorschulalter sowie auf der Primarstufe zu fördern und zu unterstützen. Initiiert hat das Projekt die IG Dialekt Basel, welche sich seit 2011 für die Mundart einsetzt und nun gemeinsam mit dem Christoph Merian Verlag zur Vernissage eingeladen hatte.

In einem illustrierten Buch wird die Geschichte über das kleine Mädchen Lea und ihren Grossvater Edgar erzählt. Sie treffen im Basler Rathaus auf den aufgeweckten Papageien Rico. Gemeinsam beginnt ein Abenteuer durch die Basler Innenstadt, denn die drei treffen auf allerlei lustige, verspielte und meist liebenswerte Tiere, die es an verschiedenen Gebäuden und Ecken der Stadt tatsächlich zu entdecken gibt. Mit neuen Basler Liedern, die in Zusammenarbeit mit dem Musiker Felix Mueller aufgenommen wurden, führt die kreative Geschichte auf diese Weise durch die Welt der Wörter. Passend zum Buch und der CD gehört zur kompletten Ausgabe des «Sproochschatzes» auch eine Holzkiste mit einem Kartenspiel, drei Handpuppen der Hauptprotagonisten, sowie einem Set aus Holztieren dazu.

«Der Dialekt übernimmt viele Funktionen und ist wichtig für die Identität sowie die Integration» sagte Felix Rudolf von Rohr, CO-Präsident der IG Dialekt Basel. Es sei ihm eine Freude, dass nun ein konkretes Produkt bereitstehe, um die Mundart auf eine spielerische und kreative Weise neu zu entdecken. Die Freude über das Resultat war auch bei Nicolas d’Aujourd’hui spürbar, als er durch seine unzähligen Zeichnungen führte, womit er den kreativen Prozess sichtbar machte, durch den jede Figur einst zum Leben erweckt wurde. «Eines vorweg: der Dialekt ist im Wandel und es geht beim «Sproochschatz» um die Sprache, wie sie heute gesprochen wird», betonte Michael Luisier in seiner Rede. Es sei ihm wichtig gewesen, den Dialekt auf jene Weise zu benutzen, wie er heute gesprochen werde und so gebe es eben gewisse Wörter, die seien in den 1970er Jahren noch anders verwendet worden, meinte er. Der «Sproochschatz» ist ab sofort bei Bider&Tanner und beim Spiilbrätt im Einzelhandel erhältlich und soll schon bald in den Kindergärten und Primarschulen in den verschiedenen Quartieren in Basel einen Platz haben.

Text: Cynthia Mira